„Wir trotzen dem Wetter! Der Frühling ist da - auch bei 9 °C und Dauerregen!“ Das dachten sich viele Besucher am Sonntag, 21. April. Pünktlich um 14 Uhr öffnete sich die Kirchentür und die ersten Damen betraten die Kirche. Das reichhaltige Kuchenbüffet lud zum Genießen ein. Bei Kaffee und Tee füllten sich die buntgedeckten Tische immer mehr. Zwischenzeitlich waren alle Tische besetzt. Fröhliche Gespräche, dazwischen einige Kinder, die die Schöpfungsgeschichte hörten, Taschen bunt bemalten und zu Entdeckungen in der Natur aufbrachen (wegen des Regens auch nur in Gedanken).Und dann als Höhepunkt die Führung auf dem Bibelpfad - bei nasskalten Temperaturen nur für Hartgesottene. Doch es fand sich eine interessierte Gruppe, die Angelika Baumgärtner und Almut Treubel zuhörten und Interessantes über die Pflanzendes Bibelpfades erfuhren. Anschließend gab es dann in der warmen Kirche nochmal Kaffee und Kuchen. Bei einem Gläschen Sekt fand der Nachmittag seinen schönen Ausklang. Und das Kirchengebäude hat sich gefreut: Leben in den alten Hallen, fröhlich und bunt, und am Ende waren über 700 € in der Spendenkasse.
Herzlichen Dank an das Fundraising-Team für die tatkräftige Hilfe beim Umräumen der Kirche, beim Kaffee-Kochen und Geschirrspülen. Und natürlich herzlichen Dank an alle Küchenbäckerinnen und Kuchenbäcker.
Kulinarischer Abend 2023: War früher alles besser?
Am Ende schiebt Anneliese den Rollator zur Seite und tanzt wild durch die Kirche – und Friedbert denkt sich: „Wenn sie nur so schaffen könnte!“ Es war der Höhepunkt des kulinarischen Abends am 7. Oktober 2023. Nach langer Pause fand dieser Abend mit 4-Gang-Menü und Theater in diesem Jahr in der neurenovierten Evangelischen Kirche Reichartshausen statt. Die Gottesdienstbestuhlung war liebevoll gedeckten Tischen mit roten Kerzen und Goldrandgeschirr gewichen. Die Besucher, die zu Beginn auf dem neuen Platz vor der Kirche mit einem Glas Sekt begrüßt wurden, waren sichtlich begeistert über das Wohlfühlambiente in der Kirche. Es war ein besonderer Moment, hier Platz zu nehmen.
Beim Theaterstück drehte sich alles um die Frage: War früher alles besser? Anneliese (Angelika Baumgärtner) und Friedbert (Jürgen Odenwald), zwei betagte Gottesdienstbesucher, unterhalten sich, während sie warten, bis der Gottesdienst endlich los geht. Sie erinnern sich an viele Momente aus der Geschichte der 250 Jahre alten Kirche und sprechen über den Wandel der Zeiten. Von den Holzfällern im Wald, die das Holz für den Dachstuhl der Kirche bearbeiten, über die Rivalitäten vor 200 Jahren zwischen Reformierten und Lutheranern bis hin zur Konfirmandenarbeit damals und heute dreht sich ihr Gespräch. Unterbrochen wird dieses durch die jeweiligen Geschichten, die als Theater gespielt werden oder sogar in Form eines alten Filmes, der die Gründung des Kirchenchores zeigt, zu sehen ist.
Zwischen diesen Theaterszenen wurde für das leibliche Wohl gesorgt: Vom Meerrettich-Aufstrich und selbstgebackenem Brot über Hochzeitssuppe, Braten mit Gemüse und Knödeln bis hin zum Pudding und Streuselkuchen.
Am Ende des Abends waren alle sichtlich begeistert vom neuen Format des kulinarischen Abends. Es wurde gelacht, gutes Essen genossen, sich unterhalten, Gemeinschaft gepflegt. Ein gelungener Abend! Herzlichen Dank an alle, die dazu beigetragen haben: die Schauspielerinnen und Schauspieler, Helferinnen und Helfer, Pero-Catering, der uns bei Suppe und Hauptgang wunderbar bekocht hat, und der Gemeinde Reichartshausen, die uns mit Equipment aus dem Centrum unterstützt hat.
Pfarrerin Susanne Zollinger
Festwoche "250 Jahre Evang. Kirche" vom 17. bis 23. April 2023
Frühlingscafé und ökumenische Kirchenrallye
Als Abschluss der Festwoche zum 250. Jubiläum der Kirche verwandelte sich die Kirche am Sonntag in einen gemütlichen Gemeinderaum. Die Tische waren im Kirchenraum verteilt und luden zum Verweilen ein. Am Kuchenbüffet gab es Muffins, Torte und verschiedene Kuchen, aber auch deftige Quiche oder Pizzaschnecken. Jung und Alt, klein und Groß traf sich in der Kirche. Die Kinder gingen auf Spurensuche in der Kirche, da diese die letzte Station der Kirchenrallye war. Die ersten Spuren suchten sie in der kath. Kirche, der Weg führte mit Keksen, frischer Limonade und Puzzleteilen über die Brunnen in Ort hin zur
Quelle: Susanne Zollinger
evang. Kirche. Auch dort wurden Fenster, Kerzen und Stühle gezählt, die Größe der Kirche mit Schritten ausgemessen oder Kreuze und Engel gesucht. Am Ende verglichen die Kinder und die Familien ihre Ergebnisse: Was ist in der evang. Kirche anders, was haben wir in der kath. Kirche auch schon entdeckt? Die Puzzleteile aus jeder Station ergaben am Ende ein Osterkreuz, das die Kinder anmalen konnten.
Herzlichen Dank an alle Mitarbeitenden aus dem ökumen. Team für die Gestaltung der Kirchenrallye. Herzlichen Dank für alle Helfer und Kuchenbäckerinnen, die die Kirche in einen Ort der Begegnung verwandelten und leckere Kuchen beisteuerten.
Aktuelles zur Kirchenrenovierung (Stand: November 2022)
Jedes Mal, wenn ich die Kirche betrete, denke ich: Jetzt geht es weiter! Das ist ein sehr schönes Gefühl. Die Elektroleitungen sind im Kirchenraum alle verlegt und verputzt. Der Maler hat die Wände grundlegend gereinigt und mit dem neuen Farbanstrich begonnen. Auch die Wasserleitungen sind im neuen WC installiert. Der Trockenbauer hat die Innenwände, die den Gemeindesaal von den Funktionsräumen trennen, aufgestellt. Und der Schreiner hat diese mit Holzelementen und Türen verkleidet. So nimmt der neue Gemeindesaal, das WC, die Lagerräume und auch die Empore von Tag zu Tag mehr Gestalt an. Im September fand ein erster Baustellenputz statt. Ausgestattet mit vielen Staubsaugern wurde die Kirche dank vieler ehrenamtlicher Hände vom groben Bauschmutz gereinigt. Wir hoffen, dass das Innengerüst bald abgebaut werden kann, dann sind wir einen großen Schritt weiter. In den letzten Wochen brannten oft früh morgens schon die Lichter in der Kirche, was meine Kinder sehr lustig fanden, wenn sie frühstückten. Der Platz vor der Kirche wurde von der Gemeinde Reichartshausen gestaltet, und wir sind sehr dankbar, dass wir nun zwei barrierefreie Zugänge zur Kirche haben. Auch freuen wir uns, bald den Platz vor der Kirche zu nutzen, auf dem der alte Sandsteinaltar seinen Platz finden wird. Die Pläne für den neuen Altar, das Lesepult und den Kerzenständer sind derzeit in Abstimmung, und nach Genehmigung durch den Oberkirchenrat kann der Schreiner mit der Produktion beginnen. Es sind nun endlich große Schritte geschafft. Doch es sind noch viele kleine Schritte zu tun, bis wir die Kirche dann wieder einweihen können.
Aktuelles zur Kirchenrenovierung (Stand: Ostern 2022)
Der Rohbau war auf der Zielgeraden, der Maler hatte bereits mit der Bearbeitung der Decke begonnen, doch dann kam es in der Nacht zum 30. Januar 2022 zu einem Schwelbrand in der Kirche. Die genaue Brandursache ist immer noch unklar.Im ersten Moment saß der Schock sehr tief. Doch im Rückblick sind wir sehr dankbar, dass nicht mehr passiert ist. Denn der Kirchturm steht noch und es ist keine Person zu Schaden gekommen.Doch schon am nächsten Tag war deutlich zu erkennen: Es ist ein Schaden, der uns in den Sanierungsarbeiten um Monate zurückwirft. Und so begannen sehr anstrengende Wochen.Der Schaden wurde unserer Gebäudeversicherung und unserer Bauwesensversicherung gemeldet. Die Sachverständigen kamen vor Ort, es mussten viele Gespräche mit den Versicherungen geführt werden. Parallel dazu musste sofort begonnen werden, das Gebäude vom Keller bis in den Dachstuhl zu reinigen. Denn in jeder Ecke saß der Ruß.So schlug eine Reinigungsfirma für mehrere Wochen ihre „Zelte“ auf dem Friedhofsparkplatz auf. Die Arbeiter, in Arbeitsschutzkleidung und mit FFP2-/FFP3-Masken ausgerüstet, machten sich an die Arbeit. Der Ruß wurde von allen Oberflächen wie Decke, Wänden und Boden abgesaugt. Der Kellerraum wurde komplett entkernt und chemisch behandelt. Selbst die Lüftungskanäle unter dem Boden mussten komplett gereinigt werden, dazu musste der Boden an verschiedenen Stellen geöffnet werden. Alle Einbauten wie Kabel, Heizungsleitungen und Lüftungsrohre wurden ausgebaut. Schließlich wurde das Gerüst, das in der Kirche aufgebaut war, abgebaut und alle Einzelteile gereinigt. Nach 6 Wochen Reinigung und Rückbauarbeiten war der Brandgeruch in der Kirche nicht mehr spürbar.Nun ist die Kirche wieder ein Rohbau. Und der Aufbau wird ein zweites Mal gestartet.
Pfarrerin Susanne Zollinger
Kerwekuchen 2021
Die Richartzhusener Kerwe 2021 war ein voller Erfolg zugunsten unserer Kirchenrenovierung - denn trotz der außergewöhnlichen Umstände kamen zahlreiche Besucher. Bei herrlichem Sonnenschein war viel los auf dem Kerweplatz. Unsere fleißigen Bäckerinnen haben viele tolle Kuchen und Torten gespendet, dafür herzlichen Dank an die evangelische und katholische Kirchengemeinde! Danke auch an den TSV, der uns hilfreich zur Seite gestanden hat. Und Danke vor allem Jürgen Odenwald beim Auf- und Abbau. Die meisten Besucher genossen Kaffee und Kuchen bei uns im Zelt, einige nahmen ihre Kuchentüten mit nach Hause. Die Stimmung war allgemein sehr ausgelassen und wir freuen uns schon auf die nächsten Aktionen! (Dagmar Schilling)
Aktuelles zur Kirchenrenovierung (Stand: Advent 2021)
Im Sommer und Herbst konnten die Rohbauarbeiten in der Kirche durchgeführt werden. Aufgrund alter Leitungen und weiterer baulicher Veränderungen im Bereich des integrierten Gemeindesaales musste eine neue Infrastruktur für Wasser, Abwasser, Strom, Heizung und Telekommunikation geschaffen werden. Im Außenbereich der Kirche musste ein Graben geöffnet werden, um auch hier die neuen Leitungen zu verlegen. Leider war dieser sehr lange offen. Eigentlich war es nicht geplant, die Wasserleitungen auch in die Sakristei zu erneuern, doch im Zuge der zukünftigen Trennung des Wasserverbrauches Kirche/Friedhof wurde festgestellt, dass diese Leitungen nicht mehr für die Zukunft geeignet sind. Der Kirchengemeinderat und der Bauausschuss beschlossen, dies anzugehen, wenn die Öffnungen bereits vorhanden sind. Probleme machten die Beschaffung des Materials und die Überlastung der Handwerker. Im Keller musste ein neuer Technikraum (ehemaliger Tankraum) geschaffen werden. In diesem wird nun die gesamte Haustechnik zusammengeführt. Das war ein sehr großer Aufwand im Innen- und Außenbereich, der sich aber gelohnt hat. Auch im Innenraum der Kirche wurde eine neue Infrastruktur geschaffen für die WC-Anlage und die Küche. Außerdem wurden neue Elektroleitungen gezogen, Leitungen für eine neue Lautsprecheranlage und eine neue Beleuchtung verlegt. Auch die Erneuerung des Heizkonzepts für die Kirche brachte umfassende Rohbauarbeiten in der Kirche mit sich. Viel Staub, der entstand, offene Schlitze in den Wänden, Öffnungen in den Böden, und viele Kabel, die sich durch die Kirche zogen. Doch mit dieser neuen Infrastruktur ist die Kirche für die Zukunft gut aufgestellt und es kann nun im nächsten Abschnitt an den Innenausbau der Kirche gehen. (Ernst Rimmler und Susanne Zollinger)
Die Baustelle ist eröffnet!
Am Sonntag, 16. Mai 2021, haben wir den letzten Gottesdienst in unserer Kirche gefeiert. Die Kirche hat sich mittlerweile in eine Baustelle verwandelt. Eine Treppe wurde abgerissen und die Decke unter der Empore geöffnet. Zwei kleine Bodenflächen wurden geöffnet, so dass nun untersucht werden kann, in welcher Art und Weise die beiden Säulen im Eingangsbereich versetzt werden können. Wir hoffen, dass die Renovierungsarbeiten nun stetig vorangehen. Die Bänke sind mittlerweile alle ausgebaut und auch "verkauft". Unsere Osterkerze und die Konfikerzen wurden in dieser Woche in die kath. Kirche umgezogen und wir freuen uns, dort an Pfingsten den ersten Gottesdienst zu feiern. Es finden nun in der evang. Kirche keine Gottesdienste und auch keine offene Kirche mehr statt. Das Abendgebet werde ich nach meiner Kur aber weiterhin jeden Abend in der Kirche beten, dann eben auf der Baustelle.
Die Baufreigabe der Landeskirche ist da, der Kirchengemeinderat hat die ersten Arbeiten an Handwerkerfirmen vergeben - und die Bauarbeiten gehen los. Noch vor dem geplanten Start der Bauarbeiten konnte der Rohbauer diese Woche mit den Arbeiten beginnen. Eine Treppe wurde herausgerissen und Probebohrungen zum Versetzen der Stützen gemacht. Auch einige freiwillige Helfer haben in den letzten zwei Woche kräftig zugepackt, um Bänke auszubauen, Sakristei und Empore auszuräumen, Sperrmüll zu verladen, aber auch, um immer wieder die Kirche zu Reinigen und wieder Herzurichten, damit wir unsere letzten Gottesdienste darin feiern können.
Die meisten Bänke sind mittlerweile reserviert oder bereits abgeholt. Haben Sie noch Interesse an einer Bank, dann melden Sie sich bitte im Pfarramt. Am 16. Mai feiern wir nun die letzten Gottesdienste in der Kirche, und dann ziehen wir aus. In der Hoffnung, dass die Bauarbeiten so weitergehen, wie sie angefangen haben. An dieser Stelle ein Herzliches Dankeschön an Ernst Rimmler, der in den letzten Wochen alle Gespräche mit den Handwerksfirmen begleitet hat, vor-Ort-Termine mit den Firmen koordinierte und bei den Ausbauarbeiten immer dabei war. Während meiner Kur wird er unsere Kirchengemeinde weiterhin als Ansprechpartner vertreten.
Aktueller Stand Kirchenrenovierung
Das Jahr 2020 war in Sachen Kirchenrenovierung ein durchwachsenes Jahr. Die Heizungsplanung musste im Laufe des Jahres komplett verändert werden, was noch einmal Zeit in Anspruch nahm. Mittlerweile sind die Planungen für eine Luft-Wärme-Pumpe jedoch abgeschlossen und gute Fördergelder beantragt. Beim Thema Heizung musste dann aber die Orgel genau unter die Lupe genommen werden: Wie kann die Orgel geschützt werden, wenn der Raum unter ihr beheizt wird, der Kirchenraum aber kalt bleibt? Wohin wird die warme Luft strömen, wenn die Türe zum kalten Kirchenraum geöffnet wird?
Wenn Treffen mit unserem Architekten vor Ort möglich waren, was durch Corona beeinträchtigt war, dann wurden viele Details durchgesprochen: Welche Farbverläufe von Wand zu Decke sind möglich? Wir haben gelernt, dass weiß nicht gleich weiß ist! Welche Holzsorten würden uns für die Verkleidung der Einbaumöbel gefallen? Mit welchen Methoden könnte der Boden bearbeitet werden? Wo müssen Lautsprecher sitzen, damit am Ende alle Räume beschallt werden können? Wo müssen Lampen für ein gutes Lichtkonzept platziert werden? Und ganz praktisch: Wie viele Steckdosen werden im neuen Gemeinderaum benötigt und an welcher Stelle?
Mit all diesen Detailfragen kann man sich lange beschäftigen. Für einige von uns aus Kirchengemeinderat und Bauausschuss nun fast schon zu lange. Es braucht einen langen Atem bei diesem großen Bauvorhaben.
Doch das neue Jahr brachte dann einige gute Nachrichten: Die Finanzierung für die Baumaßnahme musste wegen der Veränderung der Heizung überarbeitet werden, wurde nun aber vom Oberkirchenrat genehmigt. Damit konnte die Ausschreibung der Handwerksleistungen erarbeitet werden, die nun dieser Tage an die Firmen verschickt wurde. Nun heißt es abwarten und auf gute Zahlen hoffen. Der Baubeginn rückt mit diesem Schritt nun immer näher.
(Pfarrerin Susanne Zollinger)
Kerwe-Guggä „vun allem ebbes“ – erfolgreiche Aktion
Die spontane Kerwe-Aktion – sozusagen aus der Corona-Not geboren – war ein voller Erfolg: die Kerwe-Guggä fand reißenden Absatz. Über 100 Vorbestellungen und zusätzlich fast 40 Kurzentschlossene konnten dank der zahlreichen Kuchenspenden zufrieden gestellt werden. Gerade weil in diesem Jahr sämtliche Veranstaltungen zugunsten unserer „Reinen Herzensgelegenheit“ aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen mussten, sind wir umso glücklicher, dass diese Aktion so gut ankam. Ein besonderes Dankeschön geht an das Centeni-Comitee, die von Anfang an den Erlös aus dem Verkauf der Kerwe-Zeitung zugunsten der Kirchensanierung spenden wollten. Und die Idee einer gemeinsamen Aktion mit unserem Fundraising-Team als Kooperationspartner wurde kurzfristig und unkompliziert umgesetzt. Herzlichen Dank sagen wir auch der Gemeinde Reichartshausen, die unsere Aktion sowohl organisatorisch durch die Mitarbeiter*innen in der Verwaltung und im Bauhof, als auch finanziell durch die kostenlose Zurverfügungstellung des Centrums tatkräftig unterstützt haben. Ein großes Dankeschön geht an alle Helferinnen und Helfer und natürlich an alle, die mit ihren Kuchenspenden zu dem tollen Erfolg beigetragen haben.
Evang. Kirchengemeinde Reichartshausen
3. Reichartshäuser Boule-Turnier auf dem Platz der Generationen
Rekordverdächtige Hitze, Sonnenschein satt auf dem Boule-Platz. Die Bedingungen waren extrem. Trotzdem fanden sich alle 12 angemeldeten Mannschaften im Laufe des Tages auf dem Boule-Platz ein. Ein schweißtreibendes Turnier stand bevor.
Neben „alten Hasen“, die schon das dritte Mal antraten, fanden sich auch neue Gruppen unter den Teilnehmern, mit kreativen Team-Namen: Cool Runnings, Die wilden Hasen, Vino Tinto. Und auch die Mannschaftstrikots waren in diesem Jahr ein echter Hingucker: Von selbstgebastelten Fragezeichen über die pinken Trikots der Damen und die blauen der Männer.
Nach der Vorrunde schieden in diesem Jahr nur vier Mannschaften aus, eine Zwischenrunde wurde eingeschoben, bevor es ins Halbfinale ging. Hier trafen „Team LiMiTh“ auf die „Männer der Sportskanonen“. Team LiMiTh unterlag haushoch mit 0:10. Das zweite Halbfinale gestaltete sich spannender. Am Ende unterlag „Team Rimmler“ dem Team „Vino Tinto“ mit 5:10.
Im Finale war es dann noch einmal ein Kopf-an-Kopf-Rennen, am Ende zogen die „Männer der Sportskanonen“ dann doch mit 13:7 davon und wurden Sieger des Turniers, „Vino Tinto“ die Zweiten.
Das Turnier wurde trotz kletternder Temperaturen auf dem Thermometer den ganzen Tag von einigen Zuschauern verfolgt, die sich auf dem Pausenhof der Grundschule mit Crêpes, kühlen Getränken und Kuchen stärkten.
Bei der Siegerehrung dankte Pfarrerin Zollinger allen teilnehmenden Mannschaften, die der Hitze getrotzt hatten und mit voller Elan beim Turnier mitmachten.
Ein besonderer Dank galt allen Helfer*innen, die von morgens bis in den späten Nachmittag hinein mit anpackten und das Turnier erst möglich machten. Und ein Dank gilt wie immer der Gemeinde Reichartshausen, die den Platz sowie den Pausenhof und die Küche der Grundschule zur Verfügung stellte.
Die „Männer der Sportskanonen“ erhielten den Reichartshäuser Wanderpokal, und unser Moderator Rüdiger Heiß bekam als „bester Stadionsprecher“ eine Flasche Sekt überreicht.
Danach suchten alle relativ schnell Abkühlung im Schwimmbad oder unter der Dusche zu Hause.
Hoffen wir im nächsten Jahr auf ein Turnier, bei dem wieder der Spaß an erster Stelle steht, und erst dann die hohen Temperaturen.
Kulinarischer Abend: Asterix bei den Galatern
In diesem Jahr wurden die Gäste des kulinarischen Abends wieder in eine frühere Zeit entführt. Amüsant und charmant bereitete der Moderator die Gäste auf das Wagnis vor. Asterix betrat die Bühne und das Publikum erfuhr, dass sein Freund Obelix von den Römern nach Galatien verschleppt worden war. Während der Gallier nun eine gefährliche Reise auf sich nahm, genoss das Publikum die Vorspeise, um sich kurze Zeit später zusammen mit ihrem suchenden Helden auf einem anderen Kontinent wiederzufinden. Dort begegnete Asterix dem Apostel Paulus, der ihm hilfreich zur Seite stand. Zwischen Suppe und Hauptspeise traten nun liebenswerte wie auch störrische Galater auf und lieferten sich mit Asterix und Paulus lustige Wortgefechte, die einen tiefen Einblick in die Sorgen und Nöte der frühchristlichen Gemeinde gaben. Nachdem Asterix endlich auf seinen Freund getroffen war, lockte die Hauptspeise. Selbstverständlich gab es Wildschwein. Die beiden Freunde besuchten danach zusammen mit ihrem galatischen Freund Eporidorix eine Thoraschule, trafen wieder auf den Apostel Paulus und wollten sich auf den Heimweg machen. Bevor sie aber die Heimreise antraten, bekamen alle ein leckeres Dessert. Fast hätte ein übereifriger römischer Legionär die Rückkehr verhindert. Das Publikum konnte nun eine atemberaubende Kampfszene verfolgen, musste sich dann aber doch von den Schauspielern, die in diesem Jahr eine absolut bewunderungswürde Lernleistung vollbracht haben, verabschieden.
Einen markanten Abschluss fand der Abend durch einen eigens zu diesem Anlass zubereiteten Zaubertrank, der nach dem Bericht einiger Gäste eine wundersame Wirkung entfaltete.
Ein ganz besonderer Dank gilt allen, die diese lustige und sehr schmackhafte Veranstaltung vorbereitet und durchgeführt haben. Wenn man auflisten würde, was alles vor und hinter der Bühne wie auch in der Küche zu arbeiten war, wäre dieser Artikel sehr lang. Auch in diesem Jahr stellte die politische Gemeinde den Saal Odenwald und die Küche des Centrums wieder kostenlos zur Verfügung. Außerdem arbeitete das wunderbar professionelle Pero-Catering-Team zum Selbstkostenpreis. Ein besonderer Dank gilt Dietmar Coors, ehemaliger Pfarrer in Dühren, dem Verfasser des Theaterstücks.
Der Erlös dieses Abends fließt in die Kirchenrenovierung. Es ist schön zu wissen, dass ein nicht unerheblicher Teil der Gelder für die Kirchenrenovierung durch so lustige und erfrischende Veranstaltungen, die allen sichtlich Spaß machen, erwirtschaftet wird. Wir freuen uns auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr.
(Claudia Zimmermann)
Der 1. Juli – das 2. Reichartshäuser Bouleturnier
Das Wetter war ebenso kaiserlich wie im Vorjahr, und die Vorbereitungen königlich, so dass pünktlich um 10 Uhr mit den 12 gemeldeten Mannschaften gestartet werden konnte.
Bei den „Reichartshäuser Open“, wie sie neuerdings wegen den von auswärts angereisten Gästen genannt werden, standen sich die Mannschaften auf hohem Niveau gegenüber. Bis 15.30 Uhr konnten die zahlreichen Zuschauer bei Crêpes, Kuchen und Deftigem die spannende Vorrundenphase beobachten.
Wie der unumstrittene Moderatorstar Rüdiger Heiß richtig vermutete, wurden in den Pausen „die Taktiktafeln herausgeholt, an der Mannschaftsstrategie gefeilt und etwaige Motivationslöcher gestopft“.
Im Halbfinale trafen die Vorjahresfinalisten Team Odenwald auf die kurzfristig rekrutierten „???“ und Team Boris 2 auf die quasi ein Heimspiel spielenden Rimmlers.
Im spannenden Finale gewann das Team Odenwald verdienter Maßen nach der zweiten Finalteilnahme.
Wie auch im vergangenen Jahr war es ein gelungener Tag auf dem Platz der Generationen, mit einem Turnier, in dem Erstklässler gegen Rentner um eine Medaille „boulten“.
Bereits heute freuen wir uns auf das nächste Jahr, ist es doch nicht nur für die Kirchengemeinde eine „Herzensangelegenheit“, sondern auch für alle Teilnehmer und Besucher, die in der schönen Atmosphäre einen Beitrag zur Kirchenrenovierung beitragen können.
Ein Dank an alle Initiatoren, Helferlein, den Moderator Rüdiger Heiß mit seinen unterhaltsamen Interviews und an Gerhard Zollinger, den Schiedsrichter mit dem geschulten Auge! (Nadin Durcak)
Impressionen des 1. Reichartshäuser Boule-Turniers:
Der Wetterdienst versprach für Sonntag den "spanischen Sommer".
Auch wenn seine Ausläufer über Reichartshausen ab und an von Wolken bedeckt waren, so strahlte doch die Sonne an diesem Tag auf dem Platz der Generationen.
Ein paar Tage zuvor trafen wir überraschend bei einer Übungspartie die Geschwister Rimmler auf der Boulebahn, die berichteten, dass ihr Elternhaus einst hier stand. Wie stolz kann diese Familie nach dem Wochenende sein, dass ein so wunderbarer Ort dort geschaffen wurde.
Unzählige Boulespieler, 12 Mannschaften a drei Personen, und zahlreiche Besuche trafen sich dort am vergangenen Sonntag.
Es war ein Fest, ganz im Sinne des Erfinders, generationenübergreifend, von jung bis alt.
Der Moderator Rüdiger Heiß führte gutgelaunt durch den Tag. Er war kontaktfreudig, unterhaltend,
… und einem Günther Jauch ebenbürtig.
Die Verköstigung durch den Veranstalter, die evangelische Kirchengemeinde Reichartshausen, bot alles, was das Herz begehrte: Vom Weißwurstfrühschoppen über die französische Käseplatte mit Baguette bis hin zu Selbstgebackenen mit Kaffee. Der Erlös kommt der Sanierung des Kirchengebäudes zu Gute.
Es waren spannende Boulepartien auf der Bahn, die Spieler wie Zuschauer gleichermaßen begeisterten und die Organisation des Ablaufes war Bestens, so dass sich zeitlich avisiert am Nachmittag die Besten der Vorrunde im Halbfinale trafen.
Das "Team Odenwald" spielte gegen die "Alte Schule" und das "Team Meder" gegen die "Hiehl Bouler". Welch Zitterpartie, bei deren Ende, sich im Finale "Team Meder" und "Team Odenwald" trafen.
Manchmal sind es nur wenige Würfe, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Das "Team Meder" hatte zum Schluss mit 13:8 die Nase vorn.
Mein Dank gilt allen Organisatoren und freiwilligen Helfern, die diesen Sonntag wahrlich zu einem Fest der Generationen machten!
Mögen sich zukünftig viele von uns dort oben wieder treffen, und die Harmonie des Platzes spüren!
Auf der Jagd nach der kleinen Sau eine ruhige Kugel schieben, und die Seele einfach mal baumeln lassen! Danke, Nadin Durcak.
Reine Herzensangelegenheit: Zu Tisch bei Familie Luther
„Köstlich war´s!“ So waren sich Luther, Melanchthon und Brenz einig. Am Tisch der Katharina von Bora wurden die drei Reformatoren und zwei Studenten satt, ein wahres Fest für den Gaumen. Und mit ihnen saßen weiter 50 Personen am Tisch, denen es beim kulinarischen Abend der evang. Kirchengemeinde Reichartshausen schmeckte.
Baden und Württemberg, die Reformation und der freie Christenmensch, guter Schweinebraten und das selbstgebraute Bier der Lutherin Käthe – all das waren Themen, die die Gäste im Hause Luther beschäftigten. Mal humorvoll, dann wieder geistreich und mit Zitaten gespickt, mit Themen, die heute noch brandaktuell sind, unterhielt sich Martin Luther (Rüdiger Heiß) am Tisch. Seine Gäste waren Philipp Melanchthon, der Reformator aus Bretten (Joachim Klemm), der schwäbische Reformator Johannes Brenz (Jürgen Odenwald), ein Magister (Dieter Stitzelberger) und ein Scholar, der sich als Frau entpuppte (Sylvia Hauk). Es wurde lebhaft diskutiert über die Rolle der Frau, über die Notwendigkeit der Bildung und das Glück einer warmen Mahlzeit jeden Tag, über den rechten Glauben und die reformatorische Lehre. Und auch Katharina von Bora (Angelika Baumgärtner) wusste neben Leckereien, die sie servierte, manch Nachdenkliches zu sagen.
Die Gäste ließen sich von Carsten Rasner durch den Abend führen, der zu jedem der Akteure interessante Daten und Fakten beisteuerte. Kulinarische Köstlichkeiten des mittelalterlichen 4-Gang-Menüs wechselten sich ab mit den Gesprächen am Tische Luthers. Viel Geselligkeit und gute Gespräche rundeten den Abend ab, dessen Erlös der Kirchenrenovierung in Reichartshausen zugute kommt. Ganz nach dem Spruch, den Melanchthon am Tische beisteuerte: Einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!
Ein besonderer Dank gilt allen, die zum Erfolg des Abends beigetragen haben und so die Renovierung der Kirche unterstützen: der Gemeinde Reichartshausen für die kostenfreie Nutzung des Centrums; Peter Jünger von pero-Catering für die große Unterstützung in der Küche bei Suppe und Hauptgang; allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den Abend vorbereiteten, in der Küche mithalfen, Vorspeise und Nachtisch vorbereiteten, im Vorfeld für das Theater fleißig übten oder bei Aufbau und Dekoration mithalfen.
Zauberhaft und weihnachtsweise – Autorenlesung in der Kirche
In der adventlich geschmückten Kirche genossen die Besucher am 3. Dezember Geschichten rund um die Weihnachtszeit. Die in Reichartshausen lebende Autorin Nadin Durcak las bei Glühwein und Gebäck aus ihrem Buch „zauberhaft und weihnachtsweise“. Ihr ältester Sohn Moritz Durcak untermalte den Abend am Klavier. Im ersten Teil brachten die Geschichten viele Zuhörende zum Nachdenken. Was ist der Sinn von Weihnachten? Lassen wir uns noch verzaubern von der adventlichen Vorfreude oder den weihnachtlichen Düften im Haus? Die einhellige Meinung der Besucher: die Autorin malt wundervolle Bilder, und sie schwelgten in Erinnerungen. Manchmal waren sie gar zu Tränen gerührt. Im zweiten Teil der Lesung gab es einige humorvolle Geschichten, die zum Schmunzeln anregten. Glühwein, Tee und Gebäck luden in der Pause zum Verweilen. Es war eine Zeit des Kennenlernens, des Austausches. Die abendliche Stimmung bei Kerzenschein, die schönen Worte und Klänge läutete die Adventszeit ein Herzlichen Dank sagen wir allen Zuhörern, die im Anschluss an die Autorenlesung unsere Spendenkirche fütterten oder Bücher der Autorin kauften. Der Erlös des Abends ist ganz im Sinne unserer „Reinen Herzensangelegenheit“ für die Kirchenrenovierung bestimmt.
Kulinarischer Abend mit Luthertheater
„Was geht dir durch den Kopf heut´ Abend, Martinus? Du schaust sehr müde aus. Bewegt dich das Gespräch bei Tisch von heute Abend?“ So beginnt die Unterhaltung zwischen Katharina von Bora und ihrem Mann Martin Luther. Ein Gespräch entsteht über die Frage, wie das Ehepaar jeden Tag 40 Personen an Leib und Seele satt machen kann.
Zum kulinarischen Abend der evangelischen Kirchengemeinde Reichartshausen kamen sogar 50 Personen zusammen. Ein kleiner, gemütlicher Rahmen, wie bei Luthers zu Hause. Die Gäste ließen sich unter dem Motto „Was ist ein gutes Leben?“ durch den Abend führen. Kulinarische Köstlichkeiten des herbstlichen 4-Gang-Menüs wechselten sich ab mit deftigen und nahrhaften Worten. Martin Luther, mit der Bibel in der Hand und in altertümlicher Kulisse, unterhielt sich mit seiner Katharina über Gnadenwürste, die Übersetzung der Bibel, Schulunterricht für Mädchen und über die Frage, wie man gute Worte und Werte an die Kinder weitergibt. Neben dem Ehepaar Luther kam ein modernes Paar zu Wort: Eine Pfarrerin und ein Buchhändler. Beide machten sich in moderner Kulisse Gedanken über die Bedeutung von Luthers Worten. Und am Ende der Leseszenen überreichten Martin und Katharina den Gästen Säckchen mit guten Worten. Viel Geselligkeit und gute Gespräche rundeten den Abend ab, dessen Erlös der Kirchenrenovierung in Reichartshausen zugute kommt.
Ein besonderer Dank gilt allen, die zum Erfolg des Abends beigetragen haben und so die Renovierung der Kirche unterstützen: der Gemeinde Reichartshausen für die kostenfreie Nutzung des Centrums; Peter Jünger von pero-Catering für die große Unterstützung in der Küche bei Suppe und Hauptgang; allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den Abend vorbereiteten, in der Küche mithalfen, Vorspeise und Nachtisch vorbereiteten, im Vorfeld für die Leseszenen fleißig übten oder bei Aufbau und Dekoration mithalfen.
Der kulinarische Abend kam bei Mitarbeitern und Besuchern so gut an, dass er sicherlich wiederholt wird, dann mit einem anderen spannenden Thema.
Erntecafé
Bilder von früher, kurze Geschichten und dazu ein gemütlicher Nachmittag bei Kaffee und Kuchen und vielen Gesprächen. Das war das Erntecafé am 25. September im evang. Gemeindesaal. Es war vielen eine Herzensangelegenheit, zugunsten der Kirchenrenovierung ein oder auch zwei Stücke leckeren Kuchen zu essen. Und so sagen wir nach einem erfolgreichen Nachmittag DANKE:
- Danke an alle Kuchenspenderinnen und Kuchenspender.
- Danke an die Spende der Tischgestecke durch die kath. Kirchengemeinde.
- Danke für das Ausleihen der Kuchentheke bei der Feuerwehr.
- Danke an den Bastelclub für seine Spende.
- Danke an alle Helferinnen und Helfer, die den Saal gerichtet, Kaffee gekocht und Kuchen verkauft haben, die Bilder-Präsentation vorbereitet und Getränke eingekauft haben.
- Danke für alle Spenden, die in die Spendenkirche geworfen wurden.
- Danke an alle, die sich Kaffee und Kuchen schmecken ließen und Kuchen für Zu Hause gekauft haben.
Am Ende konnten wir so einen Erlös von 480 € erwirtschaften, der komplett auf das Konto der Kirchenrenovierung fließt.
Singgottesdienst an Kantate
„Zusammen singen und musizieren macht Freude.“ Und so trafen am Sonntag 24. April 2016 in der evangelischen Kirche Reichartshausen Chorsängerinnen und Chorsänger auf viele Gottesdienstbesucher, um gemeinsam zu singen. „Weil wir Menschen zusammen wachsen, wenn wir zusammen Musik machen“, predigte Pfarrerin Susanne Zollinger.
Bei strahlendem Sonnenschein traf sich die Gemeinde in der Kirche. Die Freude und das Zusammenwachsen waren an diesem Morgen spürbar. Das alte Gebäude wurde mit klassischer Kirchenmusik gefüllt, und dann wieder mit fröhlichen neuen Melodien, getreu dem Wochenspruch „Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder!“.
Der Männergesangverein Reichartshausen, der katholische und der evangelische Kirchenchor erfüllten die Kirche mit zarten und mit kräftigen Klängen, wie dem „Kyrie“, dem „Vater Unser“ oder einem „Halleluja“. Daneben kamen einige Orgelpfeifen zum Einsatz, die während der Predigt zu streiten begannen. Doch die Orgelpfeifen merkten recht schnell, dass sie zusammenspielen müssen, damit es eine Melodie ergibt. Mit diesem Streit der Orgelpfeifen verdeutlichte Pfarrerin Zollinger in ihrer Predigt, dass es in der Musik auf das Miteinander ankommt, auf das gegenseitige Achten und Zuhören. Der erste Versuch, einen gemeinsamen Kanon zu singen, scheiterte prompt unter viel Gelächter. Doch der zweite Kanon, den die Chöre einstudiert hatten, gelang und brachte die Kirche zum Klingen. Die Chorsängerinnen und Chorsänger rissen die übrigen Gottesdienstbesucher mit ihren Klängen mit: Lobe den Herrn meine Seele … Die Gemeinschaft und die Freude am Singen waren in diesem Moment mit den Händen zu greifen.
Der Singgottesdienst, der von den Chören getragen war, wurde zugunsten der Kirchenrenovierung veranstaltet. Die Begeisterung aller Beteiligten und der Besucher zeigte sich am Ende im Kollektenkörbchen. Es kam eine Summe von 1000 € für die Kirchenrenovierung zusammen.
Im Anschluss an den Gottesdienst machten sich die Gottesdienstbesucher im Schneeregen auf den Weg ins Centrum zum gemeinsamen Mittagessen. Die Tische waren bunt geschmückt mit gemalten Kirchen einiger Grundschulklassen. So war das Wetter schnell vergessen und das Mittagessen schon bald ausverkauft. Der Musikverein präsentierte eine bunte Mischung aus Liedern und Melodien und lud so zum Verweilen ein. Auch das Centrum war nun von Musik erfüllt. Die Musikerinnen und Musiker hatten sichtlich Freude an ihrem über einstündigen Auftritt. Und die Gäste konnten sich an der Musik erfreuen und mitklatschen.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helfern, die in der Küche, im Ausschank und im Hintergrund mitgewirkt haben. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Männergesangverein, dem katholischen und dem evangelischen Kirchenchor für die Gestaltung des Gottesdienstes und dem Musikverein für die musikalische Unterhaltung während des Mittagessens. Ein großes Dankeschön geht auch an die Gemeinde Reichartshausen, die das Centrum für die Veranstaltung kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Nicht zu vergessen im Dank sind natürlich all die Besucher dieses Tages, die beim Gottesdienst dem Gesang lauschten, mitsangen und es sich beim Mittagessen schmecken ließen.