1. Was is der Strategieprozess?
Im Munde von Hauptamtlichen und Kirchenältesten unserer Landeskirche hört man momentan vielfach das Wort „Strategieprozess“. Womit beschäftigen sich gerade die Mitarbeitenden unserer Kirche auf allen Ebenen? Was wird strategisch unter die Lupe genommen und verändert? Welches Ziel gibt es? Und was bedeutete das für unsere Gemeinden? Warum müssen wir überhaupt etwas ändern? Und was hat es mit der Zahl 2032 auf sich?
Auf den folgenden Seiten möchten wir Sie über diesen Prozess informieren. Offizielle Worte aus dem Oberkirchenrat und unserer Dekanin werden abgedruckt, aber auch ein Bericht, wie die Pfarrerinnen und Pfarrer unserer Region mit diesen Veränderungen der Kirche umgehen.
Wichtig ist uns als Kirchengemeinderäte vor Ort:
Bei diesem Prozess geht es darum, 30 % an Ausgaben unserer kirchlichen Arbeit einzusparen. Dabei werden Pfarrstellen gekürzt werden und Gebäude werden aufgegeben. Der Kirchengemeinderat vor Ort hat hierüber aber keine Entscheidungsgewalt. Wir können nicht bestimmen, welche Gebäude weiterhin gehalten werden oder wo Pfarrstellen gekürzt werden.
In diesem Prozess stehen die Ziele fest: Reduktion und Transformation. Aber es sind noch ganz viele Fragen offen. Auch wir Hauptamtlichen und Kirchenältesten haben momentan viele Fragen, auf die wir Antworten suchen. Und auf viele Fragen haben wir noch keine Antworten.
Deshalb ist die Kommunikation für uns nicht immer einfach. Im Blick auf unsere Gebäude stellen sich gerade viele Fragen. Denn alle unserer Gebäude stehen nun auf dem Prüfstand, Gemeindehäuser, Pfarrhäuser und auch Kirchen. Es belastet uns, momentan vieles einfach „aussitzen“ zu müssen und auf Entscheidungen der Landeskirche oder des Kirchenbezirks zu warten, bevor wir reagieren und gestalten können. Und wir spüren, dass Sie sich als Gemeindeglieder auch Gedanken machen und Fragen stellen, die wir derzeit nicht beantworten können.
Schon zu Beginn dieses Prozesses wurden wir ermutigt, uns bei der Suche nach Antworten aktiv zu beteiligen. Auch wenn wir bei einigen Punkten keine Entscheidungsgewalt haben, bringen wir uns als Kirchengemeinden in den Prozess ein, bringen unsere Anliegen vor Ort zur Sprache, äußern unsere Sorgen und Probleme, unser Wünsche und Ziele. Es ist ein langer Weg, der vor uns liegt, und der viel Kraft kostet. Doch ein Ziel treibt uns alle dabei an: Kirche hat Zukunft. Und diese Zukunft gilt es nun zu gestalten.
Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns bitte an.
Ihre Pfarrerin Susanne Zollinger
